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News & Medien




13.11.2018

Wie eine "gute Seele" zum Bauernopfer geworden ist - aus Platzmangel von der Presse gekürzt

Die Presse - Wie eine "gute Seele" zum Bauernopfer geworden ist
"Die Presse" - aus Platzmangel von der Presse gekürzt


03.10.2018

Auch Richter sind manipulierbar

Die Presse - Auch Richter sind manipulierbar
"Die Presse"


09.08.2018

Sommertheater Kitzbühel - Trennung für Feiglinge

Sommertheater Kitzbühel - Trennung für Feiglinge



21.06.2018

Waffen und Ziele des Islamismus

Die Presse - Waffen und Ziele des Islamismus
"Die Presse"


25.04.2018

Wenn Machiavellisten von absoluter Macht träumen.

Was Böses - Michael Steiner


Woran erkennt man das Böse in der Politik?

Auf den ersten Blick scheint die Beantwortung dieser Frage einfach zu sein, zumindest für jene, die sich Humanisten nennen. Man muss das Übel nur personalisieren: Hitler, Stalin, Mussolini, Mao, Franco oder Pol Pot - ein Blick in das schreckliche 20. Jahrhundert genügt, schon meint man, die Fratze des Geistes, der stets verneint, in vielfacher Gestalt vor sich zu haben. An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, heißt es in der Bibel (die auch reich an Schilderungen von als legitim empfundener Gewalt ist). Bleiben wir jedoch in jenem Teil der Historie, der von manchen heute noch als Zeitgeschichte empfunden wird. Die zu verurteilenden Exzesse der oben genannten Machthaber des vorigen Jahrhunderts manifestieren sich augenscheinlich böse: ethnische Säuberungen, Terror, Folter, Völkermord…

Daran hatte für Jahrhunderte das „zivilisierte“ Europa, das sich als missionierende Kraft verstand, beträchtlichen Anteil. Rückblickend wurden von seinen Kolonialmächten indigene Völker in Amerika, Australien, in den Weiten Sibiriens und vor allem Afrikas unterjocht, vertrieben, umgebracht. Gegenwärtig entwickelt sich eine neue Art feindlicher Übernahme. China und Indien ahmen die überwunden geglaubten Strategien des Westens nach, nutzen institutionelle Korruption afrikanischer Staaten, überweisen Milliarden an Dollar (formell auch als „Entwicklungshilfe“). Doch tatsächlich erfolgt das Inkasso durch und für Herrscher, die eine Vormachtstellung der asiatischen Großmächte in Kauf nehmen.

Virtus als Tauglichkeit statt als Tugend

Schwieriger als die Schuldzuweisung an maßlose Diktatoren und brutale Kolonisatoren erweist sich die prinzipielle Frage nach den Ursachen für das Böse in der Politik. Ist es ihr immanent? Führt allein schon der Missbrauch der Macht – nämlich, dass man sie ohne Moral ausübt – zu ihm? Diese Art von amoralischer Politik gab es schon bei (vormodernen) Systemen die uns Erben der Antike stark beeinflusst haben. Alte Reiche und aufstrebende Völker kämpften um Ei Machiavelli in seinem Buch „Il principe“ ohne Rücksicht auf die vorherrschende christliche Moral mit den Strategien der Mächtigen. Dieser „politische Berater“ rechtfertigte sogar die Anwendung von Diabolik und Dämonie. Machiavelli postulierte, dass ein Politiker fähig sein müsse, sich jederzeit dem Bösen zuzuwenden. „Virtus“ bedeutet bei ihm nicht Tugend, sondern Tauglichkeit zum Herrschen. Er hat (um es einseitig machiavellistisch auszudrücken) mit seiner Fundierung der Souveränität des Staates im schlechten Wesen des Menschen die politische Philosophie revolutioniert. Viele sehen in ihm den Fundamentalisten für das Böse in der Politik an sich, er analysiert es als notwendiges Management. Gut 400 Jahre später folgte ihm gewissermaßen auch Max Weber, allerdings erkennt dieser deutsche Klassiker der Soziologie das Phänomen im Gewaltmonopol des Staates. Beide behaupten also, dass ein Politiker sich nicht an das moralische Gesetz zu halten habe. So wie wahrscheinlich auch der Staatstheoretiker Thomas Hobbes im wilden 17. Jahrhundert, als Europa vom Dreißigjährigen Krieg und von Bürgerkriegen gezeichnet war und der von ihm propagierte aufgeklärte Absolutismus nach und nach einsetzte. Fazit solcher und ähnlicher Denkarten: Macht ist die Fähigkeit, Übel von sich abzuwenden und Gutes für sich zu erreichen. Um den eigenen Interessen dienen zu können, muss man immer danach streben, sie zu erhalten und womöglich zu vergrößern.

Es muss ja nicht gleich ein Staatsstreich sein

Ihr Missbrauch kennt viele Formen. Es muss ja nicht gleich ein Staatsstreich sein, der zur Abschaffung der Demokratie führt, wie es hierzulande 1934 geschah, oder die Installierung von Marionettenregierungen, wie sie im Ostblock nach dem Zweiten Weltkrieg üblich war. Schwerer Missbrauch von Amtsgewalt sind auch Korruption und Günstlingswirtschaft, wie sie mutmaßlich die Präsidenten Marcos auf den Philippinen und Lula in Brasilien betrieben. Schwerer noch wiegen all die Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückungen von Religionen, die derzeit in fast jedem Kontinent passieren. Interventionen in der Justiz und Bestechungsversuche gibt es bis heute fast allerorten. Einen fantastischen Mix einiger dieser Verfehlungen muss sich derzeit US-Präsident Donald Trump vorwerfen lassen: Sex, Schweigegeld, Manipulationen im Internet bis hin zum eklatanten Wahlbetrug. Ungeniert wird von seinem Team darauf mit dem nächsten Spin reagiert: Trump behauptete etwa unlängst, bei seinem Rechtsanwalt sei „eingebrochen“ worden – tatsächlich lag ein Antrag des Staatsanwaltes auf eine Hausdurchsuchung vor, die vom Gericht bewilligt worden war. Wo bleibt die Moral der Nation, die den Führungsanspruch stellt, das Land der Tapferen und Freien zu sein? The Donald twittert munter weiter.

Machiavellismus ist zu allen Zeiten jenen Staatenlenkern, die von absoluter Macht träumen, einsichtig. Sie erfahren, dass sie insbesondere durch Strategien jenseits der Moral erfolgreich sein können. Man denke gegenwärtig an die immer weiter ausgebauten Geheimdienste, deren sich die Weltmächte bedienen, an die CIA und den KGB. Ihre Vorläufer, die Geheimbünde, gehen sogar bis in die Antike zurück - die mächtigen Priesterorden in Ägypten, die Mysterien in Griechenland, die Pythagoreer, sie alle sind Teil eines undurchsichtigen Gewerbes. Eine aktuelle sehr wirkungsvolle Variante entwickelt sich mit dem „Cyberkrieg“, einer besonders malignen Variante des Kalten Krieges, weil oft nicht einmal überzeugend nachweisbar ist, von welchem Staat die Attacke im Netz erfolgt (siehe Daniel Levin „Alles nur ein Zirkus“, 2018). Selbst in westlichen Demokratien hat der Missbrauch der Medien zur Manipulation der öffentlichen Meinung bedenkliche Formen angenommen. Machiavelli wäre wahrscheinlich über die neuen Möglichkeiten der „Fake News“ entzückt.

Aber solch böses Spiel müsste doch zumindest erlaubt sein, wenn es um den Kampf gegen Terrorismus geht, oder? Solche Untergrundkämpfer dauerhaft zu besiegen, war bisher fast unmöglich. Die bekanntesten derzeit, von vielen Staaten geächtet, von einzelnen gefördert, definiert man als Dschihadismus, wenn sie sich als religiös deklarieren. Er ist durch den Umstand geprägt, dass es in den Regionen, wo sich seine Wurzeln und die meisten Anhänger befinden, keine freie Gesellschaft gibt. Wirksam reduzieren ließen sich diese Auswüchse nur, wenn es gelänge, eine Demokratisierung der betroffenen Länder, wechselseitigen religiösen Respekt und mehr Toleranz herbeizuführen. Die westlichen Staaten werden zum Unterschied von denen im Nahen Osten demokratisch regiert. Allerdings müssten sie - und vor allem auch Russland - endlich zugeben, dass die Lieferung von Waffen in diese Gebiete wesentlich dazu beiträgt, den Terror in der Welt zu verbreiten. Dieses Geschäft ist lukrativ. Dieses Geld stinkt. So hat angeblich der US-Geheimdienst Syriens Heiligen Krieg über türkisch-saudi-arabische Verbindungen mit Waffen versorgt. Böse Strategien richten sich nicht nur gegen den Westen, sondern gehen auch von ihm aus.

Der sinnlose Kampf der Kulturen

Werden sich künftige US-Präsidenten endlich dazu durchringen (beim derzeitigen scheint es geringe Chancen dafür zu geben), nicht mit dem Finger auf andere Länder zu zeigen, nicht von der Achse des Bösen zu sprechen, nicht von bösen Staaten und ihren bösen Machthabern, sondern vom bösen Denken? Es wäre fatal, eine Zivilisation gegen die andere, eine Religion gegen die andere, ein Volk gegen das andere auszuspielen. Solch ein „Kampf der Kulturen“ ist garantiert ein sinnloser.

Das Böse wirkt oft faszinierend, wie selbst die Anfänge des Nationalsozialismus in Deutschland vor 90 Jahren zeigten. Viele glaubten seinen populistischen Versprechungen, die im Anderen das Übel sahen. Bei den Nazis waren es die Juden, in der US-Politik ist „das Böse“ derzeit offenbar überall in der restlichen Welt zu finden. Populisten nehmen für sich in Anspruch, die Guten zu sein, umringt von dunklen Mächten. Es reicht bei solcher Polarisierung, divergenter Meinung zu sein, um stigmatisiert zu werden. Verführer des Volkes bieten einfache Lösungen für komplexe Probleme, wohl wissend, dass diese Rezepte unrealistisch sind. Sie unterdrücken die ganze Wahrheit zugunsten der halben, die sich besser verkaufen lässt. Die Abhängigkeit solcher Politiker vom Mainstream führt in letzter Konsequenz zur Korruption; vorerst meist zu einer moralischen, später auch zu einer strafrechtlichen. Der beste Verbündete derartiger Politik ist der Lobbyismus. Oft agieren in diesem Feld entmachtete Politiker, die Teil des Netzwerkes bleiben. Sie nutzen dann als Manager Machiavellis Ratschläge.

Fazit: Macht darf nicht von Moral entkoppelt werden, will man nicht die Möglichkeit eines friedvollen Nebeneinanders oder, besser noch, Miteinanders verlieren. Aber wer ist sich schon gewiss, was das Gute sei? Gehen wir am Ende mit dem Staatsmann und Philosophen Marcus Tullius Cicero ein Stück Weges, auf der Suche nach der goldenen Mitte der Vernunft. Er behauptet: Vom Bösen ist auch im Guten, und vom Guten ist im Bösen; es gibt nicht das absolut Gute und auch nicht das absolut Böse. Man hüte sich jedoch auf alle Fälle vor der kalten Faszination, die letzteres ausstrahlt.

Prof. Dr. Nikolaus Lehner

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19.02.2018

Hilferuf nach behutsamen Umgang mit Macht

Hilferuf nach behutsamen Umgang mit Macht
"Die Presse"


22.12.2017

Affäre Burgtheater: Alles, was Recht ist

Affäre Burgtheater: Alles, was Recht ist
"Falter 50/17"


22.12.2017

Medienarbeit von Verfahrensbeteiligten und Strafverfolgungsbehörden (Litigation-PR)
Eine wichtige Strategie zur Verfahrensführung?


weiterlesen


21.04.2017

Arlberg Alpin - Freeride- & Outdoorcenter
"Arlberg Alpin - Freeride- & Outdoorcenter"


02.01.2017

Die Presse Gastkommentar - Der Populismus und seine vielen Wurzeln
"Die Presse Gastkommentar"


11.01.2017

Soshana
"Soshana"


21.12.2016

Falter Leserbrief - Sie haben alles gewusst
"Falter Leserbrief - Sie haben alles gewusst"


18.10.2016

Secession - Plottegg - Architecture beyond Inclusion and Identity is Exclusion and Difference from Art
"Secession - Plottegg - Architecture beyond Inclusion and Identity is Exclusion and Difference from Art"


06.10.2016

400 Jahre Shakespeare - Shake Shakespeare
"400 Jahre Shakespeare - Shake Shakespeare"


25.05.2016

57. Chirurgenkongress in Salzburg,

Referat "Gefährliche Verhältnisse und Spannungsverhältnis Recht und Gerechtigkeit"
von Nikolaus Lehner


11.04.2016

Kurier vom 11.04.2016
"Kurier - Die unterschätzten und überschätzten Kandidaten"


23.03.2016

Die Presse vom 23.03.2016
"Die Presse - Die Verantwortung des Georg Springer"


15.02.2016

Kurier vom 15.02.2016 Überschrift
Kurier vom 15.02.2016
"Kurier - Das Rennen um die Hofburg ist gestartet"


05.01.2016

Die Presse vom 05.01.2016
"Die Presse - Die Schadenfreude grosser Mächte"


09.11.2015

Bundespräsidentenwahl Österreich: Zivilgesellschaft für Irmgard Griss
Online Petition


05.11.2015

Die Presse vom 02.09.2015
"Die Presse - Was für die Kandidatin Irmgard Griss spricht"


Kommentare

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    als langjährige Abonnentin (ca. 50 Jahre) der Presse und jetzt in Pension seiende Leserin( und dadurch Zeit habende) möchte ich meine Freude über den Artikel zu Frau Dr. Irmgard Griss äussern.

    Ich konnte Frau Griss anlässlich eines Vortrages in Ma. Enzersdorf kennenlernen und bin begeistert von der Intelligenz, des Mutes, der Rhetorik und auch des Humors. Sie wäre eine Lichtgestalt in unserer jämmerlichen und verantwortungslosen Parteien und Politiklandschaft.

    Ich würde mich sehr gerne irgendwie in den Wahlkampf um die Präsidentschaft einbringen. Wohin soll ich mich da wenden! Als Bürger ist man in diesem Land einfach ohnmächtig zornig und vielleicht kann die Zivilgesellschaft etwas bewirken.

    Mit freundlichen Grüssen Doris H.

    PS: Meine Lieblingskolumnen: Urschitz, Ortner und Leserbriefe

  • Sehr geehrter Herr Professor Dr. Lehner!
    Ihr Beitrag vom 5. November 2015 zur Debatte um die Präsidentschaftskandidatur von Frau Dr. Irmgard Griss ist mir aus dem Herzen geschrieben.
    Noch nie habe ich diese Redewendung gebraucht.
    Doch in diesem Fall kann ich nicht anders.
    Auch ich kann mich der Argumentation der von mir im Übrigen geschätzten Frau Anneliese Rohrer nicht anschliessen.

    Auch bezüglich der alternativ genannten Kandidaten folge ich zu hundert Prozent ihrer Argumentation.

    Ich kann mir bei Betrachtung der gegenwärtig zur Diskussion stehenden Kandidate für Östereich niemand besseren vorstellen als Frau Dr. Griss.
    Durch ihre Tätigkeiten als Richterin und im Hypo Untersuchungsausschuss hat sie das Maß an Unabhängigkeit bewiesen dass für das Präsidentschaftsamt unserer Republik notwendig ist.

    Und wenn dann populistische Parteien wie die FPÖ auf den Zug aufzuspringen versuchen werte ich das lediglich als Anerkenntnis der Stimmung die zu dem Thema im Wahlvolk vorherrscht.

    Vielen Dank für Ihren Beitrag!
    Wilderich W.

  • Die Überlegungen des Gastkommentators für eine Kanditatur von Irmgard Griss zum BP-Amt werden überaus stimmig argumentiert und ist dem Autor beizupflichten, daß es Österreich durchaus gut täte, würde eine Persönlichkeit wie sie dieses Amt ausüben. Die derzeitigen politischen Konstellationen führen jedoch zu dem Ergebnis, daß eine parteifreie Kanditatur insgesamt wohl nicht erfolgversprechend sein wird, zumal auch ( bislang) die mediale Unterstützung für eine derartige Bewerbung fehlt.

  • Sehr geehrter Herr Professor Dr.Lehner!
    Danke für Ihren fabelhaften Beitrag.
    Ja, ich will auch Dr.Griss wählen. Können Sie nicht einem Personenkomitee vorstehen?

    Hochachtgsvoll
    Dkfm.Elfriede Z.-K.

  • Die "mediale Präsenz" einer Person wie Frau Dr.Griss verdankt sich überwiegend dem sonst leider eher seltenen Umstand, dass sie als parteiungebundene Frau - noch dazu ehemalige OGH-Präsidentin - gehörig in die "Fettnäpfchen" von "Altparteien" im Zusammenhang mit der Hypo-Alpe-Adria-Affaire getreten ist. Nikolaus Lehner kann man in seinem Kommentar darin beipflichten, dass man ihr diese Konstellation und wohl auch ihr "frühes Outing" doch nicht als Nachteil auslegen sondern froh sein sollte, bei einer (Aus)Wahl eine verlässlich unabhängige Kanditatin zu haben.

    Dr.Erwin S., Graz

  • Sehr geehrte Damen und Herren!
    Herr Professor Dr. Lehner analysiert trefflich, warum den (ehemaligen) Großparteien die Anhänger davon laufen und warum Persönlichkeiten wie Frau Griss dem Ansehen unseres Staates (soweit er angesichts des Versagens der Regierung, die Staatsgrenzen wirksam vor der Überflutung durch Migranten zu schützen, überhaupt noch existiert) gut täten.

    Zudem ist dem Autor beizupflichten, dass A. Rohrer offenbar auch einem "Schubladen"-Denken erliegt. Aber offenbar sind dem Journalisten-Establishment Leute lieber, die von spin-doctors gebrieft ihre Sprechblasen ablassen als parteiunabhängige, geradlinige Intellektuelle, die sich ihren gesunden Menschenverstand und ihr natürliches Wesen bewahrt haben.

    Ich wünsche Frau Dr. Griss jedenfalls eine erfolgreiche Kandidatur.

    Dkfm. Dr. Fritz L.

  • Für den exzellenten Artikel von Herrn Prof. Lehner möchte ich mich herzlich bedanken und Herrn Prof. Lehner dazu gratulieren.

    Es gibt dem Artikel an sich nichts hinzuzufügen, AUSSER meine Angst, wie folgt:

    Wird sich rechtzeitig ein einflussreiches Personenkomitee finden? Ich vermisse, dass sich ein solches anscheinend noch nicht gegründet hat.

    Ich würde gern mitarbeiten, aber mein Einfluss und meine Mittel sind leider bei weitem nicht ausreichend, um selbst initiativ zu werden.

    mit den besten Grüßen
    Dr. Gerhard D.

  • Sehr geehrter Herr Dr. Lehner!
    Vielen Dank für Ihren Artikel. Es kann doch nicht sein, dass sämtliche Kandidaten - einerlei bei welcher Wahl - den potentiellen Wähler (oder die potentielle Wählerin) auf die Frage, ob sie sich denn eine Kandidatur vorstellen können, quälen und nerven, indem sie gebetsmühlenartig lamentieren und kalmieren "Diese Frage stellt sich derzeit nicht" oder "Kommt in meiner Lebensplanung nicht vor" ((c) Pröll).

    Und wenn dann endlich einmal ein Kanditat (oder eine Kandidatin - Griss) auf die Frage des Journalisten (Armin Wolf) geradeheraus und ehrlich (Heureka !) antwortet: "Ja, das kann ich mir vorstellen." schwupps die wupps von einem anderen Journalisten (oder einer Journalistin - Rohrer) ob ihrer Ehrlichkeit auch sogleich reflexartig als unqualifiziert (weil sie sich aus der Deckung gewagt und angebiedert hat) durch den Kakao gezogen wird.

    Schon interessant zu beobachten: einerseits stellen Journalisten quälende Fragen nach den Absichten der potentiellen Kandidaten, doch wehe wenn einer (oder eine) ehrlich antwortet. Dann wird man erst richtig verrissen. Und da beklagen sich alle über den allseits verhassten "Politiksprech". "Diese Frage stellt sich derzeit nicht".
    Matthias B.

  • Meine lieben geduldigen Leserinnen und Leser,
    zunächst: Aufgrund der fast ausschließlich positiven Reaktionen habe ich die Liste potenzieller Interessenten an einer Unterstützung von Griss im Wahlkampf erweitert. Bitte meldet Euch, wenn ihr aus dem Verteiler genommen werden wollt bzw. nennt mir weitere Interessenten.

    Weiters: Einzelne Reaktionen zielten darauf ab, zunächst noch abzuwarten, wie Griss das Amt einer Bundespräsidentin anlegen will bzw. ob eine Kandidatur überhaupt zustande kommen wird. Ich stimme persönlich dieser Ansicht zu. Es wird mich freuen, Eure Standpunkte, welche Kernpolitik ein zukünftiger BP betreiben soll, zu hören. Denn diese Inhalte, von einer glaubwürdigen Person vertreten, werden ein wesentliches, wahlentscheidendes Argument sein.

    Zusätzliches: Rohrer hat sich bei mir gemeldet und ich interpretiere das wohlwollend. Auf einen Beitrag von Niki Lehner in Die Presse vom 5. November 2015, S. 26, möchte ich Euch hinweisen, da er darin inhaltlich die in meinem Leserbrief vertretene Argumentation, allerdings viel fundierter, im Wesentlichen teilt. Auch Griss hat sich bei mir gerührt und freut sich über jede ihr zuteilwerdende Unterstützung. Ich meine, dass mit „Griss, die Frau von la Mancha“, ein durchaus akzeptabler Slogan für die Unterstützung durch eine oder mehrere verbundene Plattformen schon vorhanden wäre. Gibt’s Jemand, der sich mit den Neuen Medien auskennt und sich bei Bedarf darum kümmern würde? Wie sagt der gelernte Österreicher: Schau ma amal!

    Liebe Grüße
    Johannes W.

  • Kommentar



03.11.2015

Einladung zu "Kunst Kultur Justiz"
Kuratiert von Herrn Prof. Dr. Nikolaus Lehner

am 3. November 2015 um 17.00 Uhr im Bundesministerium für Justiz
(Festsaal), Museumstraße 7, 1070 Wien.


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30.09.2015

Die Presse vom 30.09.2015
"Die Presse - Syrien-Kriese: Ein Deal mit Putin als Lösung?"


Kommentare

  • Mein lieber Niko,
    vielen Dank für die Zusendung deines Gastkommentars den ich erst jetzt lesen konnte.
    Du hast, auf wenig Platz, innerhalb des RIESENTHEMAS Syrien & Co viele Dinge angesprochen.
    Die von Dir behandelten Themen sind derart divergent dass man problemlos eine ganze Zeitung damit belegen könnte.
    Ich kommentiere nur das m.E. Wesentliche aus deinen Gedanken um die Flüchtlingsströme schnell zu beenden: JA ich teile deine Meinung man sollte mit Putin in diesem außergewöhnlichen Fall einen Pakt schließen.
    Meinetwegen sogar die Krim offiziell überlassen ….weil zurück bekommt die Ukraine die eh‘ nimmer.
    Und auch Embargos der EU ihm gegenüber abmildern.
    Aber nur unter der nicht verhandelbaren Bedingung dass Assad bedingungslos & unverzüglich* seinen Posten räumt und ins Exil geht.
    Ein Mann der im 21.Jhd auf sein eigenes Volk mit Gift & Senfgas losgeht ist keinesfalls und für keinen mehr tragbar.

    LG auch an die Gattin,
    Ch.

    *Wahlen, wie Du in dem Artikel schreibst, stehen ihm nimmer zu!!!! Die kommen dann wenn er weg ist.


  • Sehr geehrte Frau Wilfinger,
    als Leser muss man dankbar sein, für so einen klarsichtigen und analytischen Text wie den von Prof. Dr. Lehner. Wie schnell sind Politiker bereit Fakten zu verdrängen und in Kürze ihre Positionen zu wechseln und die Bevölkerung tappt in ihrem Schlepptau in diese Fallen hinein. Wir haben vergessen, dass schon im Jahre 2012, anlässlich einer Friedensverhandlung, Putin den Rücktritt von Assad vorgeschlagen hatte und USA, Frankreich und Großbritannien davon nichts hören wollte.

    Der Artikel „Syrien-Krise: Ein Deal mit Putin als Lösung?“ zeigt klar und deutlich die Zusammenhänge auf und dass die Flüchtlingskrise, eine Folge davon ist und dass es ohne Putin keinen Frieden geben wird.

    Prof. Dr. Lehner ist es zu danken, dass er dem Leser wieder die Augen geöffnet hat.

    mit freundlichen Grüßen
    DI M. A. Horn



02.09.2015

Die Presse vom 02.09.2015
"Die Presse - ÖVP: Völlig verfehlte Personalpolitik"


01.04.2015

Die Presse vom 01.04.2015
"Die Presse"

Die Presse vom 01.04.2015 Gastkommentare
"Die Presse - Gastkommentare"


12.12.2014

Die Presse vom 12.12.2014
"Die Presse"


24.11.2014

Die Presse - Weisungsrecht
Brief von Dr. Nikolaus Lehner an Die Presse

Sehr geehrter Herr Bischof!

Besonders wichtig und richtig finde ich , dass der prominente Strafrechts- Professor Dr. Burgstaller den vorauseilenden Gehorsam der Staatsanwälte als Problem ansieht; dies wurde in dieser Bestimmtheit meines Wissens noch nie öffentlich geäußert. Erst durch den Diskurs über das Weisungsrecht wurde das bereits jahrzehntelange Problem des vorauseilenden Gehorsams offengelegt. Die Feststellung von Prof. Burgstaller, der Abhängigkeit der Staatsanwälte erfolgreich entgegenzuwirken durch „entsprechende dienstrechtliche Absicherungen“ ist erklärungsbedürftig.

Eine Änderung des derzeit bestehenden Weisungsrechtes wird von den Staatsanwälten seit Jahrzehnten gefordert, was ein Beweis dafür ist, dass das derzeitige Weisungsrecht durch den Minister ein großes Problem für alle Staatsanwälte darstellt. Es ist festzuhalten, dass der Justizminister sowohl die Rechtsschutzbeauftragten als auch die Mitglieder des Weisenrates genauso bestellt wie den Generalprokurator. Der Generalprokurator kann und wird im Hinblick auf seine Erfahrung zum Endpunkt seiner Karriere als Rechtsschutzbeauftragter oder Weisenrat bestellt werden, wie es bereits in der Vergangenheit gehandhabt wurde. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die allgemein nachvollziehbare menschliche Dankbarkeit dafür, dass gerade der Bestellte vom Justizminister auserwählt wird und nicht die anderen sicher zumindest gleich kompetenten Kollegen.

Zur parlamentarischen Kontrolle möchte ich bemerken, dass der Justizminister, soferne er – wie im gegenständlichen Fall – von einem Regierungspartner vorgeschlagen wird, nichts zu befürchten hat, deshalb kommt eine solche nur dann zum Tragen, wenn der Justizminister zumindest einer Partei nahesteht, welche nicht der Regierung angehört.

Die Behauptung von Minister Brandstetter, dass es politischer Selbstmord wäre, würde er sich einer Empfehlung des Weisenrates nicht anschließen, ist mir völlig unverständlich, weil Minister Brandstetter sowohl als Strafverteidiger und nunmehr als Minister bewiesen hat, wie stark er sich nicht nur fühlt, sondern auch tatsächlich ist, weil andernfalls hätte er sich wegen der schwerwiegenden Verdächtigungen, welche in der Öffentlichkeit kursieren, schon längst als Minister zurückgezogen bzw. sein Amt zur Verfügung gestellt.


Mit freundlichen Grüßen

em. Rechtsanwalt Prof. Dr. Nikolaus Lehner
Litigation PR


20.11.2014

Die Presse vom 20.11.2014
"Die Presse"


03.10.2014

Die Presse vom 03.10.2014
"Die Presse"


27.06.2014

Die Presse vom 27.06.2014
"Die Presse"


26.02.2014

Die Presse vom 26.02.2014
"Die Presse"


22.06.2013

ORF2 BürgerAnwalt "Abtreibung mit Folgen"

Als typisches Beispiel dafür, dass nicht nur in der Steiermark, sondern auch in Wien die Zustände im Zusammenhang mit der Ärztekammer skandalös sind.


ORF2 BürgerAnwalt - Dr. Nikolaus Lehner Emeritierter Rechtsanwalt seit 01.01.2009


18.05.2013

ORF2 BürgerAnwalt "Falsch behandelt? - Nachgefragt"


ORF2 BürgerAnwalt - Dr. Nikolaus Lehner Emeritierter Rechtsanwalt seit 01.01.2009


15.04.2013

Die Presse vom 15.04.2013
"Die Presse"


26.03.2013

Kurier vom 26.03.2013
"Kurier"

16.11.2012 75 Jahre Kanzlei Lehner&Lehner
Leher§Lehner feierte am 16. November 2012 das 75 jährige Bestehen der Kanzlei.


"ORF Seitenblicke"




Wirtschaftsblatt vom 21.11.2012
"Wirtschaftsblatt"


05.11.2012

Kurier vom 05.11.2012
"Kurier"


23.10.2012

Salzburger Nachrichten vom 23.10.2012
"Salzburger Nachrichten"


Dezember 2009

Artikel in 'Der Standard' vom 04.12.2009


April 2009

Artikel im jus-alumni-Magazin 04/2009


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Niko Lehner besucht Padhi Frieberger - ein Austausch
Dr. Nikolaus Lehner besucht seinen langjährigen Freund Padhi Frieberger

Neugkeiten, Nachrichten und Meinungen wurden ausgetauscht und Padhi signierte einige Exemplare des Buches "Padhi Frieberger - Niko meets Padhi".





29.10.2008

Verleihung des Professorentitels an Dr. Nikolaus Lehner am 29.10.2008 im Audienzsaal des Palais Starhemberg. Am 29.10.2008 wurde im Palais Starhemberg Herrn Dr. Lehner für seine Verdienste um die Republik Österreich der Berufstitel "Professor" verliehen.

Programm des Festaktes, Verleihungsurkunde, Fachgutachten zur Verleihung des Titels




Medienberichte zur Verleihung des Professorentitels:

Verleihung des Professorentitels an Dr. Nikolaus Lehner
"Format" und "Die Presse"


Verleihung des Professorentitels an Dr. Nikolaus Lehner
"Promitalk"


27.02.2008

Retrospektive des künstlerischen Werkes von Heinz Jonak
Kunstraum Wohleb präsentiert eine Retrospektive des künstlerischen Werkes von Heinz Jonak.

Einleitende Worte:
Prof. Dr. Gerti Senger
Dr. Nikolaus Lehner

Mittwoch, 27.2.2008, 19 Uhr

Kunstraum Wohlleb
3, Geusaugasse 9

"Auf die Hommage unseres beiderseitigen Jugendfreundes Heinz Jonak, wo sich in der Galerie Wohlleb viele Jugendfreunde, Sammler, Juristen und Kunstinteressierte getroffen haben".


Retrospektive des künstlerischen Werkes von Heinz Jonak
Retrospektive des künstlerischen Werkes von Heinz Jonak


03.10.2007

Padhi Frieberger und Dr. Nikolaus Lehner besuchen die Galerie "mango tango"

Padhi Frieberger und Dr. Nikolaus Lehner besuchen die Galerie "mango tango" Im Herbst findet in der Galerie Feichtner die Präsentation des Buches von/mit/über Padhi Frieberger statt.

Am 16.10.2007 findet in der Galerie Mango-Tango eine Vernissage mit Arbeiten von Padhi Frieberger und Jakob de Chirico statt.

Von 23.10.2007 - 30.3.2008 findet die Ausstellung "3 - Padhi Frieberger - ohne Künstler keine Kunst" im MAK in Wien statt.

Einladung 3.10.2007, 18Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Niko meets Padhi"
MailArt

Galerie Lukas Feichtner
Seilerstätte 19
1010 Wien





15.10.2007

18Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Niko meets Padhi"
MailArt

Galerie mango tango
Hernalser Hauptstraße 50
1170 Wien

Eröffnung der Ausstellung "Niko meets Padhi"
Eröffnung der Ausstellung "Niko meets Padhi"

Autor und Galerist Christian Reichhold von der Galerie "mango tango" und Dr. Nikolaus Lehner

Niko meets Padhi - Gedanken und Erinnerungen von Dr. Nikolaus Lehner

Carl Aigner über das "Phantom Padhi Frieberger"
Zur Kunst der Mail-Art oder: Ästhetik der Absenz



Medienecho auf die Padhi Frieberger-Schau

Eröffnung der Ausstellung "Niko meets Padhi"
"Kronen Zeitung"

Eröffnung der Ausstellung "Niko meets Padhi"
"Weekend"


12.11.2007

Einladung Padhi Frieberger und Dr. Nikolaus Lehner besuchen die
Mail-Art-Ausstellung in der Galerie "mango tango"


Wann: 12.11.2007, 11.00 Uhr
Einladung von Dr. Nikolaus Lehner





05.06.2007

Anti-Doping Gesetz wird beschlossen Anti-Doping Gesetz wird beschlossen
Kürzlich wurde im Parlament das Anti-Doping Gesetz beschlossen.


23.11.2006

Eröffnung der Ausstellung von Dr. Claudia Schumann

Dr. Nikolaus Lehner und Baufachmann Gernot Schulz eröffnen die Ausstellung von Dr. Claudia Schumann und fünf anderen jungen Künstlern in der Galerie in der Wiener Hahngasse im 9.Bezirk.

Ausstellung von Dr. Claudia Schumann

21.09.2005

66 Jahre Lehner§Lehner 66 Jahre Lehner § Lehner

Am 21.09.2005 fand im Wiener Justitzpalast die Feier zum 66 jährigen Bestehen der Kanzlei Lehner § Lehner statt. Es war dies zugleich das Fest zum 66. Geburtstag von Dr. Nikolaus Lehner.

Die Laudatio wurde von Konventpräsident Dr. Franz Fiedler, Prof. Dr. Manfred Welan und Juwelier Georg Fischmeister gehalten. Mitgefeiert haben die Justizministerin Karin Gastinger, die Vize-Präsidentin des Verfassungsgerichtshofes Brigitte Bierlein, Präsident und Vize-Präsident des OLG Wien Harald Krammer und Wolfgang Pöschl, Oberstaatsanwalt Werner Pleischl, erster Staatsanwalt Walter Geyer, Präsidentin der Richtervereinigung Barbara Helige, Richterin Claudia Ortner, Sektionschefs Werner Purstl, Hermann Germ, etc., Catering-Guru Ivo Brnjic, die Schauspieler Gerald Pichowetz, Freddie Schwerdtmann, Dorothea Parton, Franz Antel mit Gaby Wussow, der berühmte amerikanische Filmproduzent Joe Berlinger, Michael Wolkenstein, Doping-Präsident Karl-Heinz Demel, Prof. Franz Hubmann, der Werber Gerhard Puttner, die Roth Zwillinge, die Maler Rudi Holdhaus, Hannes Mlenek, Sebastian Weissenbacher, Götz Bury, die Museumsdirektoren Edelbert Köb und Carl Aigner, Jakob Chirico, Gerti Senger, Sigi Menz, Gernot Friedel, Gabriela Koschatzky, Yvonne Weiler, Elisabeth Himmer-Hirnigl sowie viele Klienten, Bekannte und Freunde.

Ebenso feierten die Chansonette Sängerin Maike Garden, die Sopranistin Hermine Haselbock, der Schauspieler Christian Spatzek und Ingrid Haimbock mit, welche große Kunst ablieferten.





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